Ironman 70.3 Kraichgau 2025 | 25. Mai 2025
Am 25. Mai 2025 fand der Ironman 70.3 Kraichgau – eine der traditionsreichsten und landschaftlich reizvollsten Mitteldistanz-Rennen in Deutschland – statt. Bei durchwachsenen Wetterbedingungen und einer anspruchsvollen Strecke ging vom TB Erlangen Nel in der Altersklasse M25–29 an den Start und konnte sich dort mit Gesamtzeit von 4:29:39 Stunden 16. Platz und den Platz 99 Overall sichern.
Schwimmen – 1,9 km in 18,7 °C kaltem Wasser
Geschwommen wurde im Hardtsee bei Ubstadt-Weiher. Ein kleiner, aber sauberer See, welcher mit einer Wassertemperatur von 18,7 °C, die das Tragen eines Neoprenanzugs erlaubte, aufwartete. Für Nel lief das Schwimmen gut. Mit einer Zeit von 33:59 Minuten gelang der Auftakt ins Rennen ohne bereits zu viele Körner zu lassen.
Radfahren – 90 km mit 1000 Höhenmetern im Dauerregen
Anschließend ging es aufs Rad. Die Radstrecke im Kraichgau ist berüchtigt für ihre ständig wechselnden Anstiege und Abfahrten sowie technisch anspruchsvollen Kurven. In diesem Jahr sorgte zusätzlich anhaltender Regen und niedrige Temperaturen auf den ersten 60 Kilometern für erschwerte Bedingungen – Kälte, nasse Fahrbahn und schlechte Sicht forderten volle Konzentration. Nel, der eher bei warmen Temperaturen sein Potential entfalten kann, musste frierend feststellen, dass die Leistung bei der Kälte nicht so recht auf Pedal wollte. Auch wenn er sich ursprünglich etwas mehr erhofft hatte, schon er sich nach und nach in 2:32:25 Stunden auf den 35. Platz in seiner Division vor. Immerhin nach etwa zwei Dritteln besserte sich das Wetter leicht, was eine kleine Erleichterung bedeutete und gerade zum harten Ende des Radabschnitts die Stimmung etwas hob.
Laufen – 21,1 km zum Auftauen
Mit klammen Muskeln ging es in den abschließenden Halbmarathon. Ganz im Sinne der Radstrecke war die Laufstrecke keine super schnelle, sondern hügelige Strecke, aber nach dem kalten Radsplit endlich eine Möglichkeit, den Körper wieder auf Betriebstemperatur zu bringen. Nel spielte hier seine Stärken aus: Mit 1:14:43 Stunden konnte er einige weitere Teilnehmer hinter sich lassen. Endlich lief es richtig gut und machte Spaß, nachdem das Radfahren eher eine kalte Qual war.
Veranstaltungsfazit
Wie von Ironman-Veranstaltungen gewohnt, handelte es sich auch in diesem Jahr um eine top organisierte Veranstaltung mit reibungslosem Ablauf, hilfsbereiten Volunteers und durchdachter Logistik. Dennoch sollen an dieser Stelle auch einige kleinere Kritikpunkte nicht unerwähnt bleiben:
- Die immense Größe des Events führte immer wieder zu langen Wartezeiten, etwa bei der Startnummernausgabe oder in den Wechselzonen. Zudem wurde es auf der Laufstrecke stellenweise sehr voll, was gerade beim Überholen herausfordernd war.
- Auch die Streckenführung ließ punktuell zu wünschen übrig: Auf der Radstrecke gab es einige enge Stellen mit Gegenverkehr, teils mit Überholverbot, welches jedoch nicht immer eingehalten wurde – nicht ganz ungefährlich.
- In der zweiten Wechselzone (T2) sowie beim Zieleinlauf mussten die Athlet*innen über eine buckelige Wiese laufen, die ein gewisses Umknickrisiko mit sich brachte.
Positiv hervorzuheben bleibt dennoch die Stimmung an der Laufstrecke und das Engagement der Helfer*innen.
Nel
